Stand: 8. November 2026 · Alle Fotos haben wir selbst an diesem Tag vor Ort aufgenommen.
Kurz gesagt
Entlang der Hauptstraße 4 liegen zwischen Lam Kaen im Süden und Pak Weep im Norden fünf Tempel und zwei heilige Orte des Schutzgeistes von Khao Lak, verteilt auf rund 20 Kilometer.
Mit dem Moped oder Taxi schaffst du die Runde in einem halben Tag. Eintritt kostet keiner der Tempel, eine kleine Spende ist willkommen.
Highlights: Wandbilder mit Kriegsschiffen der Thai Marine, ein Feuer, das seit über 50 Jahren nicht ausgeht, ein 7 Meter hoher Geisterstein im Dschungel und ein birmanischer Chedi mit Wochentagsnischen.
Die drei großen Tempel der Region liegen weiter weg: Bang Tong, die Höhlentempelanlage Dragon Cave und Bang Riang. Die zeigen wir dir auf unserer Tempeltour mit deutschsprachigem Guide.
Buddhismus in Thailand: das Wichtigste vor deinem Tempelbesuch
Rund 93 Prozent der Thais sind Buddhisten. In Thailand gilt der Theravada Buddhismus, die „Lehre der Ältesten“. Er ist die älteste erhaltene Schule des Buddhismus und auch in Sri Lanka, Myanmar, Laos und Kambodscha verbreitet. Im Mittelpunkt steht nicht ein Gott, sondern der Weg, den Siddhartha Gautama vor rund 2.500 Jahren gelehrt hat: Leid entsteht aus Begierde und Anhaften, und wer Achtsamkeit, Mitgefühl und Großzügigkeit übt, kann sich davon lösen.
Im Alltag zählt vor allem das Verdienst sammeln (Tham Bun). Wer Mönchen am Morgen Essen in die Almosenschale gibt, im Tempel spendet, Kerzen und Blumen opfert oder einem Tier hilft, sammelt gutes Karma für dieses Leben und das nächste. Deshalb siehst du in jedem Tempel Spendenboxen, Opfergaben und Menschen, die kurz vor der Arbeit zum Beten vorbeischauen. Fast jeder thailändische Mann geht mindestens einmal im Leben für einige Wochen oder Monate als Mönch ins Kloster, oft vor der Hochzeit oder nach dem Tod eines Elternteils.
Typisch thailändisch ist die Mischung aus Buddhismus und Geisterglauben. Neben jedem Haus steht ein kleines Geisterhäuschen, und mächtige Schutzgeister von Bergen, Bäumen oder Felsen werden in eigenen Schreinen verehrt. In Khao Lak ist das der „Pho Ta Khao Lak“, der Schutzgeist des Berges. Zwei unserer sieben Stationen gehören ihm.
So ist ein thailändischer Tempel aufgebaut
Ein Tempel (Wat) ist kein einzelnes Gebäude, sondern eine ganze Klosteranlage. Diese Teile findest du fast überall:
- Ordinationshalle (Ubosot oder kurz „Bot“): das prächtigste und heiligste Gebäude. Hier werden Mönche geweiht. Acht Grenzsteine (Bai Sema) rund um die Halle markieren den geweihten Boden, darunter sind runde Steinkugeln (Luk Nimit) vergraben. Nach thailändischem Glauben wohnen im Ubosot der Geist Buddhas und gute himmlische Wesen (Thewada). Böse Geister können diesen Raum nicht betreten.
- Versammlungshalle (Viharn): hier beten und meditieren die Gläubigen, oft mit der größten Buddha-Statue des Tempels.
- Chedi: der glockenförmige Turm, in dem Reliquien, heilige Schriften oder die Asche verehrter Mönche aufbewahrt werden.
- Sala: offene Pavillons zum Ausruhen, für Feste und gemeinsame Mahlzeiten.
- Kuti: die einfachen Wohnhütten der Mönche.
Was die Haltung einer Buddha-Statue bedeutet
Jede Buddha-Statue zeigt einen Moment aus Buddhas Leben, erkennbar an Sitzhaltung und Handhaltung (Mudra). Die drei häufigsten auf unserer Route:
- Meditation: beide Hände liegen übereinander im Schoß, die rechte auf der linken. So saß Buddha in der Nacht seiner Erleuchtung.
- Berührung der Erde: die rechte Hand zeigt über das Knie zum Boden. Buddha ruft die Erdgöttin als Zeugin an, als der Dämon Mara ihn von der Erleuchtung abhalten will. Das ist die häufigste Haltung in Thailand.
- Buddha unter der Naga: eine siebenköpfige Schlange (Naga) schützt den meditierenden Buddha mit ihren Köpfen vor einem Unwetter. Dieser Buddha ist der Schutzbuddha für alle, die an einem Samstag geboren sind. In Thailand kennt fast jeder seinen Geburtswochentag und den passenden Buddha dazu.
Tempelknigge: So verhältst du dich richtig

- Schultern und Knie bedecken. Kein Trägertop, keine kurzen Hosen oder Röcke, nichts Durchsichtiges. Ein leichtes Tuch oder ein Sarong im Rucksack reicht.
- Schuhe aus, bevor du eine Halle betrittst. Nimm Socken mit, denn Fliesen und Stein werden in der Mittagssonne sehr heiß.
- Füße nie in Richtung Buddha oder Mönch strecken. Füße gelten als unrein. Setz dich im Tempel seitlich mit angewinkelten Beinen hin.
- Buddha ist keine Deko. Nicht auf Statuen klettern, nicht für Fotos posieren und nichts anfassen. In Thailand hängen dazu inzwischen offizielle Schilder: „Buddha is not for decoration or tattoo“.
- Frauen berühren keinen Mönch und reichen ihm nichts direkt in die Hand. Gaben werden auf ein Tuch gelegt.
- Leise sein, Ruhe respektieren. Viele Menschen kommen zum Beten. Frag kurz, bevor du betende Menschen fotografierst.
- Eine kleine Spende von 20 bis 100 Baht in die Spendenbox ist eine schöne Geste. Eintritt kostet keiner der Tempel auf dieser Route.
Die Route: 7 Stationen mit Moped oder Taxi
Alle Stationen liegen an oder nahe der Hauptstraße 4 (Phetkasem Road), die durch Khao Lak führt. Die Strecke von Wat Lak Kaen im Süden bis Wat Pak Weep im Norden ist etwa 20 Kilometer lang. Wohnst du in Nang Thong oder Bang Niang, fährst du am besten zuerst über den Khao Lak Pass nach Süden bis Lam Kaen und arbeitest dich dann nach Norden zurück. Für die ganze Runde mit Pausen solltest du 4 bis 5 Stunden einplanen; am angenehmsten ist es am Vormittag, bevor es heiß wird.
Mit dem Moped: Die Passstraße zwischen Lam Kaen und Khao Lak ist kurvig und hat starken Lastwagenverkehr. Fahr defensiv, trag einen Helm und denk an deinen Führerschein mit Motorradklasse. Ohne ihn zahlt die Reiseversicherung bei einem Unfall meist nicht. Mit dem Taxi: Vereinbare den Preis für die ganze Runde inklusive Wartezeit vorher.
| # | Station | Besonderheit |
|---|---|---|
| 1 | Wat Lak Kaen Lam Kaen · Karte | Wandbilder mit Kriegsschiffen der Marine |
| 2 | Geisterstein des Pho Ta Khao Lak Pass · Karte | heiliger Felsen im Dschungel |
| 3 | Schrein des Pho Ta Khao Lak Khao Lak Pass · Karte | hier hupen alle Autofahrer |
| 4 | Wat Bang Niang (Wat Phanat Nikhom) Bang Niang · Karte | Dorftempel seit 1937, Naga Buddha |
| 5 | Wat Phadung Tham Phothiwat Bang Niang · Karte | großer weißer Buddha unter freiem Himmel |
| 6 | Wat Khuek Khak (Wat Khom Niya Khet) Khuek Khak · Karte | Feuer, das seit über 50 Jahren brennt |
| 7 | Wat Pak Weep Pak Weep · Karte | wiederbelebter Tempel, birmanischer Chedi |
1. Wat Lak Kaen: Kriegsschiffe in der Ordinationshalle


Wat Lak Kaen liegt im Ort Lam Kaen, schon im Bezirk Thai Mueang südlich des Khao Lak Passes. Der Tempel wurde 1929 gegründet und erhielt 1978 den geweihten Grund für seine Ordinationshalle. Bekannt wurde er durch seinen Abt Phra Khru Wiboon Wetchakit, den die Einheimischen liebevoll „Pho Than Pring“ nennen. Ab 1974 leitete er den Tempel, und seine Amulette werden an der ganzen Andamanenküste gesammelt.
Das Besondere steckt in der neuen Ordinationshalle, die im Juli 2012 geweiht wurde. Ausgemalt haben sie Angehörige der Thai Marine vom Stützpunkt Phang Nga, und das sieht man. Hinter der Buddha-Statue zeigen die Wandbilder das buddhistische Weltall der „drei Welten“ (Traiphum) mit Himmel, Menschenwelt und Unterwelt. An den Seitenwänden erzählen sie oben Buddhas Leben, darunter fahren Kriegsschiffe mit Rumpfnummern, die königliche Garudabarke und der Leuchtturm am Kap Promthep auf Phuket. Über dem Eingang hat sich die Marine selbst verewigt, mit ihrem Stützpunkt und drei Kommandanten. So etwas findest du in keinem Tempel in Bangkok.
Achte im Garten auf die Kanonenkugelbäume mit ihren großen rotgelben Blüten direkt am Stamm. In Thailand heißen sie „Sala“ und werden gern in Tempeln gepflanzt, weil sie an den Salbaum erinnern, unter dem Buddha geboren wurde und starb. Hinter dem Tempel liegt ein Teich mit Hunderten großer Welse; Fische füttern gilt ebenfalls als gute Tat.
2. Der Pfad zum Geisterstein des Pho Ta Khao Lak


Etwa 800 Meter südlich des großen Schreins (Station 3) steht an der Passstraße ein unscheinbares rotes Schild: „ทางลงหลักพ่อตาเขาหลัก“, übersetzt „Weg hinunter zum Stein des Pho Ta Khao Lak“. Ein paar Minuten führt ein Pfad mit alten Steinstufen in den Regenwald. Dann stehst du vor dem eigentlichen Ursprung des Kults: einem etwa 7 Meter hohen Felsen in Form eines Chedi, umwickelt mit unzähligen siebenfarbigen Satinbändern.
Ein Einheimischer aus Takua Pa erzählt die Geschichte so: Früher gab es nur diesen Felsen. Wer den Schutzgeist um etwas bitten wollte, musste den steilen Hang hinabsteigen. Erst später bauten die Dorfbewohner oben an der Straße einen Schrein, mit einer Figur des Pho Ta und einer Nachbildung des Steins. Die Satinbänder in sieben Farben wickeln Gläubige als Zeichen höchster Verehrung um den Stein. Auf einer Tafel neben dem Felsen stehen die Namen weiterer Schutzgeister des Berges. „Pho Ta“ ist in Südthailand der Ehrentitel für mächtige Ortsgeister. Für viele Besucher ist das der stimmungsvollste Ort der ganzen Runde: kein Tempelgold, nur Dschungel, Zikaden und dieser Stein.
Tipp: Feste Schuhe anziehen und nach Regen vorsichtig sein, die Stufen sind dann rutschig. Parke dein Moped am Straßenrand gegenüber dem Schild und achte auf den Verkehr in der Kurve.
3. Der Schrein des Pho Ta Khao Lak: hier hupt jeder


Wer über den Khao Lak Pass fährt, hört es ständig: Autos, Busse und Mopeds hupen kurz, wenn sie am Schrein vorbeikommen. Das ist keine Ungeduld, sondern ein Gruß. Am Steuer kann man keinen Wai machen, die thailändische Verbeugung mit gefalteten Händen. Also grüßt man den Schutzgeist mit der Hupe und bittet ihn um eine sichere Fahrt über die gefährlich kurvige Passstraße.
Der Legende nach wurde auf dem Gipfelfelsen ein großer Mann mit dunkler Haut gesehen. In der Halle sitzt er heute als schwarze Figur, daneben steht die mit Blattgold beklebte Nachbildung des Geistersteins. Die Gläubigen bitten um eine sichere Reise, um beruflichen Erfolg, gute Geschäfte, Gesundheit oder Glück. Dafür bringen sie Betelnüsse, Zigaretten, rote Limonade (Nam Daeng), Blumen, Räucherstäbchen, Kerzen und frisches Obst. Geht der Wunsch in Erfüllung, löst man sein Versprechen ein (Kae Bon), am liebsten mit einer Hahnfigur. Deshalb stehen Hunderte bunte Hähne rund um den Schrein. Eine Anekdote erzählen sich die Leute aus Phang Nga gern: Pho Ta war in einem früheren Leben ein hochrangiger Krieger. Wer ihn bittet, bei der Musterung nicht eingezogen zu werden, zieht angeblich garantiert das rote Los und muss zum Militär.
Der Schrein liegt direkt an der Straße beim Nationalpark Khao Lak Lam Ru, Parkplätze gibt es davor. Gleich daneben beginnt der kurze Naturpfad des Nationalparks.
4. Wat Phanat Nikhom (Wat Bang Niang): der Dorftempel


Offiziell heißt er Wat Phanat Nikhom, doch alle sagen einfach Wat Bang Niang. Seit 1937 ist er als Tempel eingetragen und damit das religiöse Zentrum des Dorfes Bang Niang, ein paar Minuten vom Markt und vom Polizeiboot T.813 entfernt, das der Tsunami 2004 an Land spülte. Hier siehst du, was hinter der Hotelkulisse von Khao Lak passiert: Kinder auf dem Schulweg, Frauen mit Opfergaben, Mönche beim Essen.
Vor der weißgoldenen Ordinationshalle sitzt ein Buddha unter einer siebenköpfigen Naga, der Schutzbuddha für alle Samstagsgeborenen. Neben der Halle steht ein offener Pavillon mit einer großen Buddhafigur und einer Reihe von Almosenschalen, in die Gläubige Münzen legen, eine für jeden Tag. Der Tempel lebt auch von den vielen Arbeitern aus Myanmar in Khao Lak: Zum Kathinfest, bei dem nach der Regenzeit neue Roben an die Mönche übergeben werden, tanzten zuletzt über 100 Burmesen in der Prozession mit.
Wenn ein Mönch Zeit hat, bindet er Besuchern manchmal ein gesegnetes Baumwollband (Sai Sin) ums Handgelenk und spricht dazu einen Segen. Knie dich dafür hin und halte die Hände zum Wai gefaltet. Das Band trägt man, bis es von selbst abfällt.
5. Wat Phadung Tham Phothiwat: der weiße Buddha


Wat Phadung Tham Phothiwat, von den Leuten kurz „Wat Pho Wat“ genannt, ist einer der jüngsten Tempel der Region: gegründet 2009, geweihter Grund seit 2011. Schon das Tor mit den zwei Dämonenwächtern (Yak) und die lange Achse zur Ordinationshalle machen Eindruck.
Das Ziel ist aber der große weiße Buddha hinter dem Tempel. Er sitzt auf einer offenen Plattform unter freiem Himmel und blickt über die Felder zu den Bergen des Nationalparks. Seine Hände liegen übereinander im Schoß, also in der Meditationshaltung der Nacht der Erleuchtung. Die Beine sind gekreuzt, darunter trägt ihn ein Lotossockel. Über der linken Schulter liegt ein goldenes Tuch. Gläubige legen solche Tücher Statuen als Zeichen der Verehrung um. Aus dem Kopf wächst die flammenförmige Spitze (Ketumala), Zeichen der Erleuchtung, auf der Stirn sitzt ein Juwel. Ganz oben schwebt ein mehrstufiger Ehrenschirm (Chat), wie er sonst nur Königen und den höchsten Heiligtümern zusteht.
Laut der Tafel am Sockel heißt die Statue „Somdet Phra Phutthachao Ong Pathom Ton Phutthawong“, also „der erste Buddha am Anfang der Buddhalinie“, errichtet am 15. März 2015. Der Name erinnert an eine Lehre, die viele überrascht: Im Theravada ist Gautama nicht der einzige Buddha, sondern einer in einer langen Reihe von Erleuchteten, die in großen Abständen auf die Welt kommen.
Wirf auch einen Blick in die Versammlungshalle. Ein Wandbild zeigt die Szene „Lokawiwaranna“, das Öffnen der drei Welten: Buddha steigt auf einer Lotosblüte aus dem Himmel herab, wo er seiner verstorbenen Mutter seine Lehre gepredigt hat. In diesem Moment können sich Götter, Menschen und die Wesen der Hölle gegenseitig sehen. An diesen Tag erinnert in Thailand das Fest am Ende der Fastenzeit (Ok Phansa) im Oktober.
6. Wat Khom Niya Khet (Wat Khuek Khak): das ewige Feuer


Der Tempel liegt direkt an der Hauptstraße im Ort Khuek Khak, etwa 5 bis 6 Kilometer nördlich vom Strand von Khao Lak. Gegründet wurde er am 15. Juli 1909. Seinen Namen hat er von einem Geräusch: „khuk khak“ klang das Wasser, das im Bach gegen die Felsen schlug. Später wurde daraus der Name des Ortes Khuek Khak. Die Wandbilder in der Ordinationshalle erzählen die Geschichte des Ortes, von den ersten Siedlern bis heute.
Das Herz des Tempels ist eine kleine Holzhütte (Kuti). Darin sitzt eine lebensgroße Figur von Luang Pho Waeng, der den Tempel von 1941 bis 1968 leitete. Er aß nur einmal am Tag, an normalen Tagen nur Obst und an buddhistischen Feiertagen genau neun Bissen Reis. Die Menschen in Phang Nga und Phuket verehren ihn bis heute. Sein Körper ist nach der Überlieferung nicht verwest und liegt in einem Glassarg in seinem Denkmal. Vor der Hütte brennt in einem Steinkreis ein Holzfeuer, das seit über 50 Jahren nie ausgegangen ist. Gläubige legen immer wieder Holz nach. Einheimische erzählen, dass Schmerzen in den Beinen verschwinden, wenn man sich am Feuer wärmt und zu Luang Pho Waeng betet.
Am Eingang hängt übrigens eines der offiziellen Schilder „Buddha is not for decoration or tattoo“. Es erinnert daran, dass Buddhamotive auf Tattoos oder als Wohnzimmerdeko viele Thais verletzen.
7. Wat Pak Weep: ein Tempel kehrt zurück


Wat Pak Weep im Dorf Pak Weep, ganz im Norden der Route, war jahrzehntelang ein verlassener Tempel (Wat Rang) ohne Mönche. Erst im August 2020 wurde er in einer feierlichen Zeremonie offiziell wiederbelebt. Seitdem wohnen wieder Mönche hier, und eine neue weiße Ordinationshalle mit rotem Dach steht vor dem hohen Wald.
Ungewöhnlich ist der goldene Chedi im birmanischen Stil. Rund um seinen Sockel sitzen in kleinen Nischen Buddhafiguren, eine für jeden Wochentag, mit Inschriften in birmanischer Schrift. Jede Nische hat ihr Tier: Unter dem Donnerstag ist zum Beispiel eine Ratte eingraviert. Gläubige aus Myanmar beten an der Nische ihres Geburtstags und gießen Wasser über die Figur. Auf dem Gelände stehen außerdem Holztafeln mit Lehrsätzen Buddhas auf Thai, Pali und Englisch, zum Beispiel: „Time devours all beings together with itself.“ Ein ruhiger, grüner Ort und ein schöner Abschluss der Runde.
Und die großen Tempel? Unsere Tempeltour

Die sieben Stationen oben zeigen dir den Alltag des Buddhismus in Khao Lak. Die drei spektakulärsten Tempel der Region liegen aber eine gute Stunde entfernt in der Provinz Phang Nga, und ohne Erklärung bleiben viele ihrer Details ein Rätsel. Genau dafür gibt es unsere Tempeltour:
- Bang Tong Tempel: der goldene Chedi, schon von Weitem zu sehen und der prächtigste Tempel der Tour.
- Paya-Naga-Rad (Dragon Cave): ein Tempel in einer Felsformation, kühl, dunkel, mit Kerzenlicht und Räucherduft.
- Bang Riang Tempel: ein monumentaler Chedi, den Einheimische aktiv nutzen.
- Gesegnetes Glücksband: Ein Mönch bindet dir ein Band ums Handgelenk. Für viele Gäste ist das der schönste Moment des Tages.
- Komplett auf Deutsch, mit einem Guide, der dir Symbole, Rituale und Buddhafiguren erklärt. Kleine Gruppe mit höchstens 10 Gästen, jeden Sonntag. Hotelabholung, Eintritt und Mittagessen sind inklusive.
Khao Lak Tempel Tour: Bang Tong, Dragon Cave & Bang-Rieng
Tempeltour ansehen und Termin sichern
Da die Tour nur sonntags stattfindet, lohnt es sich, früh zu buchen. Die sieben Stationen aus diesem Artikel kannst du an jedem anderen Tag selbst erkunden. Das ist die perfekte Einstimmung, denn danach erkennst du auf der Tour schon die Mudras, die Ordinationshalle und die Grenzsteine wieder.
Häufige Fragen
Kostet der Besuch der Tempel in Khao Lak Eintritt?
Nein. Keiner der Tempel und Schreine auf dieser Route verlangt Eintritt. Eine kleine Spende von 20 bis 100 Baht in die Spendenbox ist aber eine schöne Geste.
Was ziehe ich für einen Tempelbesuch in Thailand an?
Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Ideal sind ein T-Shirt und eine leichte lange Hose oder ein Sarong. Vor den Hallen ziehst du die Schuhe aus, Socken helfen gegen heiße Böden.
Warum hupen Autos am Khao Lak Pass?
Sie grüßen den Schutzgeist Pho Ta Khao Lak an seinem Schrein. Am Steuer kann man keinen Wai machen, also hupt man kurz und bittet um eine sichere Fahrt über die kurvige Passstraße.
Wie lange brauche ich für die Tempelrunde in Khao Lak?
Die sieben Stationen liegen auf rund 20 Kilometern entlang der Hauptstraße 4. Mit Moped oder Taxi und kurzen Pausen solltest du 4 bis 5 Stunden einplanen, am besten am Vormittag.
Gibt es eine geführte Tempeltour auf Deutsch ab Khao Lak?
Ja. Unsere Tempeltour führt jeden Sonntag zum Bang Tong Tempel, zur Dragon Cave und zum Bang Riang Tempel, mit deutschsprachigem Guide, höchstens 10 Gästen, Hotelabholung, Eintritt und Mittagessen.
Quellen
Alle Fotos in diesem Artikel haben wir am 8. November 2026 selbst vor Ort aufgenommen. Bei unseren Besuchen haben uns die Mönche der jeweiligen Tempel außerdem viel über die Geschichte ihres Tempels und über den Buddhismus erzählt. Diese Gespräche sind in den Text eingeflossen. Die Daten und Hintergründe stammen zusätzlich aus diesen thailändischen Quellen:
- Wat Lak Kaen: Thailändische Wikipedia „วัดหลักแก่น“ und Bloggang: Wandmalereien von Wat Lak Kaen
- Pho Ta Khao Lak: Palungjit: „เจ้าพ่อเขาหลัก จาก อุทยานเขาหลัก“ und Video über den Schrein (YouTube, Thai)
- Wat Phanat Nikhom (Wat Bang Niang): Siam Rath: Kathinfest in Wat Bang Niang (2020)
- Wat Phadung Tham Phothiwat: Sangkhatikan: Tempelverzeichnis und die Tafel am Sockel des weißen Buddhas
- Wat Khom Niya Khet (Wat Khuek Khak): Thailändische Wikipedia „วัดคมนียเขต“ und Kapook Travel: Luang Pho Waeng und das ewige Feuer
- Wat Pak Weep: Watthaifinder: Wat Pak Weep und Buddhaparisa: Tempeleintrag
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